=UnNatur.=

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Wie Mensch die Zeit abschafft (Teil 4)

UnNatur (Pt. 19d)

(zu Teil 1 / Teil 2 / Teil 3)

Diese Prosareihe ist schön! Man kann sie irgendwo anlesen, sie anfangen zu lesen, am Anfang, in der Mitte oder am Ende jeden Teils. Und man kann immer wieder aufhören oder nicht. Niemand braucht den breiigen Teig vorher zu lesen, weil in jedem Breiteigabschnitt Inhalt steckt, der schmeckt, auch ohne Geschmack, möglicherweise sofort, noch ehe man ihn auf die Zunge zwecks Verkostung legt, also bereits beim Geruch oder beim Anblick. Manche mögen Brei auch nur hören, bei einigen Menschen löst die reine Vorstellung eines unvollendeten Teig-Nicht-Geschöpfes irgendetwas aus - nennen wir es Gefühl -, vielleicht die Schüssel in der das Ding liegt, vielleicht der Quirl, der ihn rührte und der noch in der Schüssel steckt oder nebendran liegt, noch voll beschmiert auf einen Holztisch einer kleinen Pentry-Küche z. B., je nachdem was man für ein Bild fühlend sehen will und kann.

Wie Mensch die Zeit abschafft (Teil 3)

UnNatur (Pt. 19c)

(zu Teil 1 / Teil 2)

Die Normalzeit forderte just wieder meinen Tribut, schien doch die Sonne schon längst, als ich mich am Morgen mit den Hunden auf den Weg machte. Die (vor-)österliche Woche wird mich jedoch aus dem Pulk der in Lohn und Brot stehenden Bevölkerungsgruppe werfen, nennen sich doch diese Tage, die mir bevorstehen, so herzergreifend im deutschen Sprachgebrauch umgänglich und nicht umgangssprachlich "Urlaub". Folglich könnte das hier eine Art "Urlaubsprosa" (in der dritten Erscheinung) werden, ich bleibe dennoch bei der Umschreibung "Bemühung" oder "Feldversuch" haften, bin ich doch für so eine Art von (Be-)Schreibung nicht tauglich. 

Wie Mensch die Zeit abschafft (Teil 2)

UnNatur (Pt. 19b)

(zum Teil 1)

Das Bild trügt womöglich, zeigt es doch einen Hund vor der untergehenden Sonne. Mein erster Feldversuch Prosa reduziert und komprimiert auf Bloggerzwecke zu verdingen war indes bei der Beschreibung meiner täglichen Sonnenaufgangserlebnismomente in den Monaten der Normalzeit [Nov.-Mrz.] unvollendet. Noch während ich diese Zeilen schreibe überlege ich, ob ich sie denn nicht auch so lassen sollte. Gefühle zu beschreiben ist tatsächlich nur in dem Sinne möglich, will der Schreiber denn Erinnerungen im Leser schüren, die dieser gar nicht so hatte, wie sehr sie denn der Prosaist vergebens zum Ausdruck bringen wollte. Seichtes Herumgeschreibsel kann keinen blumigen Anspruch einer gefühlvollen Erzählung erheben, noch dem nachkommen. Emotionen beschreiben zu können ist mit Worten nicht möglich und nüchtern betrachtet ist die Prosa lediglich nur eben jenes und ausschließlich: nüchtern.

Wie Mensch die Zeit abschafft (Teil 1)

UnNatur (Pt. 19)


"Wie du die Zeit abschaffen kannst" mit 5 Ausrufezeichen dahinter und einen Deppenleerzeichen zwischen dem letzten und einzigen unregelmäßigen Verbes im Singular wäre ein reißerischer Titel für auf-, nie ab- und stets fortstrebende Pseudo-Blog(g)er, die unbedingt ganz viele Hits sofort und mittels Suchtechnikverbesserungsmaschinerie womöglich auch auf längere Dauer haben möchten und/oder bekommen werden. Da der gedachte Satz nicht mal zeitrichtig im Gesamtgefüge ist, wird er aber nie zeitlos sein und der fiktive Artikel darunter auch nicht viel besser, es sei denn man will einen Hype folgen, den es gar nicht geben dürfte. 

8m2

UnNatur (Pt. 18)

Ich stell mir vor zu verschiedenen Orten zu gehen. Ich lasse ganze Landschaften in meinem Kopf entstehen. Ich habe diese Fähigkeit meine Augen zu schließen und es mir richtig auszumalen und vor mir zu sehen. Ich kann da richtig durchlaufen, wie durch ein 3D-Modell am Computer. 

Trauer²

UnNatur (Pt. 11b)


"Spuren im Sand verwehen, Spuren im Herzen bleiben."
(Quelle für mich: Nachrufschale im Altenheim)

Es ist ein seltsames Medium der technokratischen Welt, dass uns sogar in den Zeiten der Stille antreibt, um unsere Eindrücke im Außen nach außen zu tragen, um aufkommende Emotionen einer Art narzisstischen Aus- oder Nachdruck zu verleihen. Ob dadurch ein mögliches Bedürfnis der Kundtuung gestillt wird ist mehr als fraglich, der Sinn dahinter liegt sowieso verborgen.
Auch ich tat dies etwas verborgen (heute kenne ich den Sinn), aber dennoch. Mein Blogposts von vor einem Jahr liegt hier. Der leidige Beitrag in einem sozialen Medium dort.

Der Papalgi

UnNatur (Pt. 17)


Den Titel spricht man eigentlich "Papalangi" aus. Das erfährt man ganz am Ende dieses Links, wo man das ganze kleine Werklein von Karl Erich Scheurmann (nach-)lesen kann. 
Ich will heute auch gar nicht viel schwätzen, trotzdem lasse ich mich in Folge selbst sprechen, nämlich was ich schrieb, nachdem ich von meinem Sinnbuch-Kollegen via elektronischer Post (nicht [poʊst]) darauf aufmerksam gemacht wurde.

Die zweite Seele kommt mit der Geburt

UnNatur (Pt. 16)


Der Titel ist ein Zitat aus meinem Gerüst über Seelen, um es mal ganz salopp zu formulieren. 
Indes wiederhole ich mich hier nicht, trotzdem sollte beiläufig erwähnt werden, dass aus mir schon mal was Vergleichbares geflossen ist; und da findet man noch ganz viel mehr Verlinkungen. Einen (davon, also von dort) werde ich gleich mal zitieren, weil es schon ein wenig wichtig ist, es auch mal an dieser Stelle zu fixieren.
Und ja, das heutige Thema beschäftigt sich mit dem jährlich immer wieder einhergehenden und wiederkommenden Zelebrierens des Tages der (eigenen) Geburt + einer persönlichen Note, nämlich dass mir vor einiger Zeit (obgleich anderer Anschauung, Stichwort: Entstehungstag) mal wieder eine Mini-Erleuchtung zugekommen ist, die ich nicht unerwähnt lassen möchte.


http://www.die-kinder-uni.de/leseprobe_geburtstag.pdf
Das versprochene Zitat als Bild steht ausnahmsweise mal rechts (+ für meine Verhältnisse voll groß). Faszinierend nicht? Also, was da steht, wo das steht, ist verlinkt. Es geht in diesem Text noch ein wenig weiter, also weiter von der Rückschau in die Gegenwart. Um es zu verkürzen: streng genommen, wird der Geburtstag ergo erst seit 100 Jahren gefeiert. 

Ich kann diesen Text leider nicht sinnvoll schreiben, ohne dass ich gleich meine o. e. persönliche Erleuchtung einspiele. Bitte lest daher die nächsten und nachfolgenden Bildertexte (links und rechts). Wichtige Passagen sind hervorgehoben. Mein Geschreibsel geht einfach weiter, also stört euch nicht daran. Es ist auch absolut unwichtig, was ich hier schreibe, weil ja die Erkenntnis auf den Bildchen steht. Und dabei ist es auch egal, welchen Text man zuerst liest, weil beide für sich stehen können, ohne Bezug sozusagen. Trotzdem könnte ich mal darauf Bezug nehmen, ob ihr es gelesen habt oder nicht, ist eigentlich einerlei.

Es geht um eine Verknüpfung, die da hergestellt wird. Man kann es drehen und wenden wie man will, mit Ausnahme von Jungfraugeburten braucht die Zeugung von einem Menschen zwei Menschen. Heraus kommt mindestens ein Mensch. Also haben dieses 3 (+X) Personen viel miteinander zu tun bzw. zumindest im Idealfall drei Dinge: a) beide wissen heute Dank Zeitrechnung von dem Tag und b) Dank Geburtshäusern auch den Ort der Niederkunft. Dank der Tageszeitrechnung kennen die meisten heutzutage auch c) die Uhrzeit. Bleiben wir im Idealfall, so kommt es auch genau dort und dann zum ersten Kontakt zwischen den 3 beteiligten Menschen. Das kann man quasi als einen heiligen Moment sehen. 

Ich würde gerne abrupt enden, weil weitere Überlegungen seltsam klingen würden.

Ach, was soll's. Stellt euch mal vor, die 3 (+ X) beteiligten Menschen könnten gedanklich [und real] an jenen heiligen Punkt zurückkehren und selbst daran teilhaben, so als ob es gerade eben geschehen würde. Wie wäre das? Müssten wir dann noch einen Tag festlegen, um diesen Augenblick im Gedächtnis zu halten? 

Wie auch immer, meine Erkenntnis war diese, dass der Tag ein ganz spezieller ist, und zwar für (im Idealfall) Mutter, Vater und Kind (Reihenfolge egal). Allerdings: Niemand anderer sollte daran teilhaben. Das Gefährliche dabei ist (in unseren Tagen) indes die Vergänglichkeit.
Hund5 Hund4 Hund2 Hund4 Hund3 Hund4 Hund5 Hund4

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